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Kein anderes Technologiemetall ist so gefragt und zugleich so selten wie Rhenium. Daher ist heute der richtige Zeitpunkt, sich für die Versorgungslücken von morgen zu wappnen.

Eigenschaften

Rhenium ist ein silberweiß glänzendes, hartes Schwermetall, das aufgrund seiner außerordentlichen Hitzebeständigkeit für verschiedenste Hochtemperaturanwendungen geeignet ist. Gehandelt wird es üblicherweise als graues Pulver.

Charakteristisch für Rhenium sind seine extreme Härte und eine hohe Dichte. Bei tiefen Temperaturen ist es supraleitend. Das Technologiemetall ist beständig gegen Luftsauerstoff, Wasser und Salzsäure. Gelöst wird es lediglich von konzentrierter Schwefelsäure und Salpetersäure. In seinen chemischen Eigenschaften steht es Technetium und Mangan nahe. Toxische Effekte sind nicht bekannt, daher gilt es mit Blick auf die Arbeitshygiene als unbedenklich.

Gewinnung

Rhenium ist ein sehr seltenes Element, selbst Gold und Platin finden sich häufiger. In reiner, gediegener Form kommt Rhenium nicht in der Erdkruste vor, vielmehr fällt es als Nebenprodukt bei der Molybdängewinnung an. Molybdänerze werden hauptsächlich in Kupferminen gefördert, der Gehalt an Rhenium liegt bei höchstens 0,2 %. Beim Rösten des Molybdänglanzes reichert sich Rhenium als flüchtiges Rhenium(VII)-oxid im Flugstaub an. Anschließend wird es mit ammoniakhaltigem Wasser ausgewaschen, in Perrheniumsäure umgesetzt und mit Wasserstoff zu elementare Rhenium reduziert.

Es gibt Schätzungen, nach denen die weltweit verfügbaren Rhenium-Reserven bei lediglich 2.500 Tonnen liegen – ein Bruchteil der prognostizierten Nachfrage. Die Vorkommen liegen vorrangig in Nord- und Südamerika sowie Kasachstan. In den vergangenen Jahren hat ergänzend das Recycling an Bedeutung gewonnen, speziell die Aufarbeitung von Rhenium-Katalysatoren aus der Erdölindustrie.

Expertentipp

„Trotz einer extrem geringen globalen Fördermenge von derzeit 50 Tonnen prophezeien viele Experten dem Rhenium eine große Zukunft – mit gutem Grund. Speziell im Zusammenhang mit dem Gas-to-Liquid-Verfahren (GtL) zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe besitzt Rhenium immenses Potenzial. GtL ist auch deswegen ein so interessantes Verfahren, weil es die Abhängigkeit von Pipelines verringert.

Den USA beispielsweise eröffnet es die Chance, ihr Shale Gas (Schiefergas) mit Flüssiggastankern zu verkaufen – auch in Regionen der Welt, wo dies bisher nicht möglich war. Sollte sich das Verfahren flächendeckend durchsetzen, wird sich sehr schnell eine sehr hohe Nachfrage nach Rhenium entwickeln. Vor diesem Hintergrund ist die negative Preisentwicklung der vergangenen Monate lediglich als Momentaufnahme zu bewerten.“

Was spricht für den Kauf von Rhenium?

  • hohes Potenzial speziell in der petrochemischen Industrie
  • derzeit attraktiver Preis
  • weiterer Preisverfall sehr unwahrscheinlich
  • heutige Reserven sind lt. Fraunhofer-Institut in ca. 50 Jahren aufgebraucht
  • im Vergleich zu anderen Technologiemetallen keine Abhängigkeit vom Monopolisten China

Was spricht gegen den Kauf von Rhenium?

  • Abhängigkeit von molybdänhaltigen Kupfererzen: Wird weniger Kupfer gefördert, fallen auch weniger „Nebenprodukte“ an
  • hohe Produktionskosten
  • negative Preisentwicklung in den letzten Monaten
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