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Wismut findet in einer Reihe vielversprechender Technologien Verwendung, die momentan noch in den Kinderschuhen stecken, aber großes Potenzial aufweisen – beispielsweise bei der Wasseraufbereitung.

Eigenschaften

Reines Wismut oder Bismut ist ein seltenes Schwermetall, dessen Farbe zwischen silberweiß, grau und rötlichweiß changiert. Auch metallisch schillerndes Orange, Grün-Blau oder Violett sind nicht ungewöhnlich. Generell ist Wismut eher weich und wenig spröde, doch schon durch kleine Verunreinigungen wird das Metall zerbrechlich.

Wismut ist tiefschmelzend und seine elektrische wie auch thermische Leitfähigkeit ist beschränkt. Beim Erstarren dehnt sich Wismutschmelze aus – ein Phänomen, das auch bei den Technologiemetallen Germanium und Gallium zu beobachten ist. In Bewegung versetzt, läuft die Schmelze farbig an. Das Technologiemetall löst sich in heißer, konzentrierter Schwefelsäure und in Salpetersäure.

Gewinnung

Wismut kommt in der Natur in elementarer Form vor – meist vergesellschaftet mit Kupfer-, Nickel-, Silber- und Zinnerzen. Gut ausgebildete Kristallformen sind selten, können aber eine Größe von bis zu 12 cm erreichen. Bisher sind rund 1.400 Fundorte des begehrten Technologiemetalls dokumentiert. Neben China, das auch die mit Abstand größten Vorkommen und die größten Fördermengen verbuchen kann, wird Wismut u. a. in Mexiko, Peru, Kanada und Kasachstan gefördert. Die Erschließung und Förderung neuer Vorkommen ist auch deshalb von besonderer Bedeutung, da Wismut sich nur sehr schwer recyceln lässt.

Expertentipp

„Wie sich die Nachfrage nach Wismut und damit auch der Preis entwickeln werden, ist zum momentanen Zeitpunkt nicht abzusehen. Das Technologiemetall ist eine sprichwörtliche Wundertüte: Der Preis kann durch die Decke gehen oder auch für weitere Jahre auf dem derzeit niedrigen Level verbleiben.

Zu Wismut wird momentan viel geforscht – beispielsweise zu seiner Anwendung im Rahmen der Wasseraufbereitung. Viele Technologien, die auf den Rohstoff bauen, haben jedoch die Marktreife noch nicht erreicht bzw. sich am Markt noch nicht entscheidend durchgesetzt. Ich rate daher momentan eher zur Zurückhaltung beim Kauf von Wismut. Gleichwohl sollte man das Strategiemetall unbedingt im Auge behalten.“

Was spricht für den Kauf von Wismut?

  • derzeit Gegenstand vieler Forschungsprojekte
  • geringere Abhängigkeit von China als bei anderen Technologiemetallen (Marktanteil 60 %)

Was spricht gegen den Kauf von Wismut?

  • derzeit unwirtschaftlich: hoher Platzbedarf für Lagerung bei historisch niedrigen Preisen
  • keine verlässlichen Prognosen zum künftigen Bedarf
  • viele Technologien, die auf Wismut bauen, stecken noch in den Kinderschuhen
  • andere Technologiemetalle bieten sicherere Renditechancen
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