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Tellur wird u. a. für Legierungen und die Produktion von Speichermedien eingesetzt. Die innovative Cadmium-Tellurid-Technologie steht für Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad.

Eigenschaften

In kristalliner Form ist Tellur ein silberweißes, metallisch glänzendes Halbmetall. Obwohl es vergleichsweise weich ist, erweist es sich bei mechanischer Belastung als spröde und kann daher perfekt zu Pulver verarbeitet werden. Durch Druckerhöhung wandelt sich Tellur in weitere kristalline Modifikationen um. Bei Temperaturen über 450 °C geht es in eine rote Schmelze über. Im Aussehen ähnelt es Zinn und Antimon.

Wie bei allen Halbleitern lässt sich durch Temperaturerhöhung oder Belichtung die elektrische Leitfähigkeit steigern – für Tellur gilt das jedoch in weitaus geringerem Maße als für Selen. Sowohl die elektrische Leitfähigkeit als auch die Wärmeleitfähigkeit verhalten sich bei Tellur richtungsabhängig. Tellur und seine Verbindungen sind giftig.

Gewinnung

In der Natur kommt Tellur nur sehr selten elementar vor – und auch die Gewinnung aus Tellurmineralen (z. B. Tellurit, Hessit) ist wegen der geringen Vorkommen bedeutungslos.

Industriell wird Tellur zusammen mit Selen im Zuge der Kupfer- und Nickelherstellung gewonnen. Der bei der Kupferaffination anfallende Anodenschlamm enthält geringe Mengen von Silber- und Goldtellurid. Das daraus gewonnene Tellurdioxid wird elektrolytisch reduziert und mittels Destillation gereinigt.

Expertentipp

„Wie auch Selen und zahlreiche andere Technologiemetalle war Tellur – verglichen mit dem Allzeithoch um das Jahr 2010 – in den vergangenen Jahren einem extremen Wertverfall unterworfen. Inzwischen ist der Preis seit vielen Monaten stabil. Im Vergleich zu anderen hochgehandelten Rohstoffen empfehle ich bei Tellur eher Zurückhaltung.

Zwar hat beispielsweise die Cadmium-Tellurid-Technologie (CdTe) für die Produktion von Dünnschicht-Solarzellen großes Potenzial – damit sich die Förderung wieder lohnt, müsste sich der Preis allerdings vervielfachen. Es liegen auch keine belastbaren Prognosen zum zukünftigen Tellur-Bedarf vor. Fazit: Die weitere Preisentwicklung ist ungewiss.“

Was spricht für den Kauf von Tellur?

  • hohes Potenzial der CdTe-Technologie zur Produktion von Dünnschicht-Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad
  • niedriges Preisniveau ist guter Einstiegszeitpunkt

Was spricht gegen den Kauf von Tellur?

  • weniger bedeutend als andere Technologiemetalle
  • in vielen Anwendungen durch andere Elemente oder Verbindungen ersetzbar
  • keine verlässlichen Prognosen zum künftigen Bedarf
  • sehr teuer in der Herstellung
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